Der erste Schritt:

Die Silikonform.
Sie besteht aus einer dünnen Schicht Silikonkautschuk mit einer stabilisierenden Gipsschale bei meist zwei wiederverwendbaren Formhälften. Silikonformen werden für das Wachsausschmelzverfahren benötigt um ein sehr detailgetreues, hohles Abbild des Modells in Wachs herzustellen. Dieses wird nach dem Füllen mit Formmasse an der Naht und der Einfüllöffnung verarbeitet, mit Gußkanälen und Stahlstiften für die Fixierung des Kerns versehen und schließlich als ganzes in Formmasse eingebettet.
     
     
Wachspositive, eingebettet in Keramik. Das Wachs muß noch ausgeschmolzen werden.
Der so entstandene Hohlraum wird wieder gefüllt ...
... und sieht nach Abschlagen der Gußform dem ursprünglichen Modell schon sehr ähnlich.
     
 
     
 
Gießen in eine Schamottform. Sie findet vor allem bei größeren Objekten Verwendung.
 
     
 

 

Haben Sie noch keine Erfahrung mit dem Kunstguß, möchten aber eine Arbeit gießen lassen? Dann finden Sie hier vielleicht Antwort auf ihre Fragen:

Ist mein Modell überhaupt abformbar?
Welche Dauerform soll ich wählen?
Brauche ich überhaupt eine Dauerform?
Wozu der Umweg über ein Wachspositiv?
Was ist eine Leimform?
Was ist eine Sandform?
Welche Angaben sind wichtig für einen Kostenvoranschlag?
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Ist mein Modell überhaupt abformbar?

Wir können Modelle aus nahezu allen Materialien abformen. Silikonformen erfordern nur eine geringe Stabilität des Modells, allerdings wachsend mit der Größe. Poröse und stark saugende Materialien müssen isoliert werden. Tonmodelle stellen Sie uns am Besten im lederharten Zustand bereit. Bei Leimformen ist das Modell größeren Belastungen ausgesetzt, sollte also mit Armierungen im Innern versehen sein, die an Stellen an denen es zerteilt werden muß nicht aus dicken Eisen sondern idealerweise aus Holz bestehen sollten, Gipsmodelle nehmen beim Zerschneiden oft unnötig Schaden wenn die Armierung zu stark geraten ist. Bei hohlen Modellen, wie z.B. bei überarbeiteten Gipsabgüssen vom Ton, ist zu beachten, daß keine Spalten oder dergleichen vorhanden sind, die Verbindung zum Hohlraum im Innern haben, das Modell läuft sonst beim Abformen voll. Sandformen setzen ein relativ festes und trockenes Modell voraus.
Ein Modell aus Material, das rückstandsfrei verbrennt (Wachs, manche Hölzer u.ä.) erfordert unter Umständen keine Dauerform, sofern Sie nur ein Exemplar gießen möchten.




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Welche Dauerform soll ich wählen?

 

Bei Kleinplastiken raten wir zur Silikonform. Sie bietet die Möglichkeit beliebig hohe Auflagen zu fertigen und ist darüber hinaus viele Jahre (Langzeit) haltbar. Möchten Sie hingegen nur wenige Exemplare in kurzer Zeit gießen, empfiehlt sich Silikon minderer Qualität (Kurzzeit) zu verwenden, ebenso bei größeren Modellen, die ein sehr genaues Abformen erfordern. Große Modelle, die nur ein- bis zweimal gegossen werden sollen (Kunst im öffentlichen Raum, z.B. Brunnen) werden meist mit Leimformen umgesetzt. Für kleine, nicht untergriffige Reliefs und für Plaketten ist Sandguß angebracht.





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Brauche ich überhaupt eine Dauerform?

Ein Modell aus Material, das rückstandsfrei verbrennt (Wachs, manche Hölzer u.ä.) erfordert unter Umständen keine Dauerform, sofern Sie nur ein Exemplar gießen möchten. Für kleine, nicht untergriffige Reliefs und für Plaketten ist Sandguß angebracht.




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Was ist eine Leimform?

Bei Leimformen handelt es sich nicht um echte Dauerformen, da sich materialbedingt je Form nur ein bis drei Wachsgüsse innerhalb weniger Tage fertigen lassen. Die Modelle werden vor dem Abformen mit Schellack isoliert und zum Trennen vom Formstoff eingefettet. Auch die fertige Form muß vor dem Füllen mit Wachs eingefettet werden wodurch die Oberfläche etwas stumpf wird und sehr feine Details und Strukturen verloren gehen können. Der Aufbau der Form ist dem der Silikonform ähnlich, mit dem Unterschied, daß hier Tierleim als abformender Stoff verwendet wird.




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Was ist eine Sandform?

Die Sandform ist eine Gußform die direkt vom Modell abgenommen wird. Sie besteht aus verdichtetem Natursand und bildet Details sehr genau ab. Da sie eine verlorene Form ist, d.h. nach dem Gießen zerschlagen werden muß, wird diese Methode bei komplizierten Werkstücken welche Kerne erfordern oder untergriffig sind in mehrfacher Ausführung rasch unrentabel.




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Wozu der Umweg über ein Wachspositiv?

Buntmetalle lassen sich nicht in jeder Stärke vergießen, da diese Legierungen alle sehr warmbrüchig sind. Dadurch kommt es beim Abkühlen nach dem Gießen bei uneinheitlicher Metallstärke leicht zu Porösen und Lunkerbildung. Man Vermeidet dies mit einem hohlen Wachspositiv mit gleichmäßiger Stärke. Darüberhinaus ist das Wachsausschmelzverfahren eine sehr einfache Methode der Vervielfältigung, wobei es für den Künstler möglich ist an den einzelnen Wachsgüssen Veränderungen vorzunehmen und vom gleichen Modell sehr individuelle Bronzen zu erhalten.




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Welche Angaben sind wichtig für einen Kostenvoranschlag?

Damit wir von Ihnen alle wichtigen Angaben bekommen stehen Ihnen unser Online-Formular und das PDF zum Ausdrucken zur Verfügung.




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